Montag, 14. September 2009
Eisbären vs. Thomas Sabo Ice Tigers
Eisbären: In sieben Sekunden zum Sieg über Nürnberg
Berlin, 13.September 2009
Mit 3:1 gewannen in einer spielerisch eher mäßigen Partie die Eisbären Berlin gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Sieben Sekunden brauchten dabei die Berliner, um die Weichen auf Sieg zu stellen.
Etwas Pech hatten die Eisbären nach dem ersten Treffer der Ice Tigers zum 0:1 Rückstand. Dies meinte jedenfalls Berlins Verteidiger Andy Roach mit seiner Erfahrung von nunmehr genau 500 DEL-Spielen. Glücklich war es aber nicht, das Tor von Adrian Grygiel, sondern eher sauber in den Kasten von Rob Zepp gearbeitet. Dass davor eigentlich die Eisbären die besseren Möglichkeiten hatten, ist ja bekanntlich in diesem Moment egal.
Trotzdem, oder vielleicht sogar deswegen, machten die Berliner genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Lohn der Mühen: Ein Doppelpack in der achten Spielminute. Erst überwand Stefan Ustorf Nürnbergs Adam Svoboda, sieben Sekunden später erhöhte Steve Walker im Zusammenspiel mit Florian Busch auf 2:1. Für Nürnbergs Trainer Andreas Brockmann zwei individuelle Fehler seiner Mannen. „Beim zweiten Treffer sogar ein Katastrophaler!“.
Mit dem 2:1 Spielstand und einer recht ausgeglichenen Chancen-Verteilung ging es bis hinein ins Schlussdrittel. Dort war es dann Jeff Friesen, der knapp drei Minuten vor Spielende das 3:1 erzielte. Der „Todesstoss“ für die Ice Tigers, die bis dahin gut gekämpft (Brockmann: „Ich kann es nicht mehr hören das wir gut gekämpft haben und keinen Punkt mitnehmen!“) hatten.
Nicht nur für die 14000 Zuschauer in der Berliner o2 World lebte das Spiel eher von der Spannung des knappen Spielstandes. Auch Berlins Trainer Don Jackson sah eine eher mäßige Leistung der Akteure auf dem Eis. (ovk)
Tore:
03:43 0:1 Grygiel A. (Spang D., Keller F.), EQ
07:32 1:1 Ustorf S. (Mulock T. J., Friesen J.), EQ
07:39 2:1 Walker S. (Busch F.), EQ
57:16 3:1 Friesen J. (Mulock T. J., Walser D.), EQ
Torschüsse
Eisbären 27 (13,7,7)
Nürnberg 22 (11,8,3)
Strafminuten:
Eisbären 16 (2,8,6)
Nürnberg 14 (2,6,6)
Schiedsrichter:
Daniel Piechaczek/ Ulpi Sicorschi
Zuschauer:
14.000
Berlin, 13.September 2009
Mit 3:1 gewannen in einer spielerisch eher mäßigen Partie die Eisbären Berlin gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Sieben Sekunden brauchten dabei die Berliner, um die Weichen auf Sieg zu stellen.
Etwas Pech hatten die Eisbären nach dem ersten Treffer der Ice Tigers zum 0:1 Rückstand. Dies meinte jedenfalls Berlins Verteidiger Andy Roach mit seiner Erfahrung von nunmehr genau 500 DEL-Spielen. Glücklich war es aber nicht, das Tor von Adrian Grygiel, sondern eher sauber in den Kasten von Rob Zepp gearbeitet. Dass davor eigentlich die Eisbären die besseren Möglichkeiten hatten, ist ja bekanntlich in diesem Moment egal.
Trotzdem, oder vielleicht sogar deswegen, machten die Berliner genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Lohn der Mühen: Ein Doppelpack in der achten Spielminute. Erst überwand Stefan Ustorf Nürnbergs Adam Svoboda, sieben Sekunden später erhöhte Steve Walker im Zusammenspiel mit Florian Busch auf 2:1. Für Nürnbergs Trainer Andreas Brockmann zwei individuelle Fehler seiner Mannen. „Beim zweiten Treffer sogar ein Katastrophaler!“.
Mit dem 2:1 Spielstand und einer recht ausgeglichenen Chancen-Verteilung ging es bis hinein ins Schlussdrittel. Dort war es dann Jeff Friesen, der knapp drei Minuten vor Spielende das 3:1 erzielte. Der „Todesstoss“ für die Ice Tigers, die bis dahin gut gekämpft (Brockmann: „Ich kann es nicht mehr hören das wir gut gekämpft haben und keinen Punkt mitnehmen!“) hatten.
Nicht nur für die 14000 Zuschauer in der Berliner o2 World lebte das Spiel eher von der Spannung des knappen Spielstandes. Auch Berlins Trainer Don Jackson sah eine eher mäßige Leistung der Akteure auf dem Eis. (ovk)
Tore:
03:43 0:1 Grygiel A. (Spang D., Keller F.), EQ
07:32 1:1 Ustorf S. (Mulock T. J., Friesen J.), EQ
07:39 2:1 Walker S. (Busch F.), EQ
57:16 3:1 Friesen J. (Mulock T. J., Walser D.), EQ
Torschüsse
Eisbären 27 (13,7,7)
Nürnberg 22 (11,8,3)
Strafminuten:
Eisbären 16 (2,8,6)
Nürnberg 14 (2,6,6)
Schiedsrichter:
Daniel Piechaczek/ Ulpi Sicorschi
Zuschauer:
14.000
Eisbären vs. ERC Ingolstadt
Eisbären mit Sieg im Heimauftakt
Berlin, 6.September 2009
Mit 3:0 gegen den ERC Ingolstadt gewannen die Eisbären Berlin ihr erstes Heimspiel in der neuen Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Vor 14100 Zuschauern in der o2 World konnten die Berliner so die Scharte ihrer Auftaktniederlage bei den Kassel Huskies (3:8) auswetzen. Dabei agierte der Titelverteidiger diesmal in der Defensive souverän.
Mit dabei war wieder der Berliner Torhüter Rob Zepp, welcher zuletzt nach einer Rippenprellung noch pausieren musste. Anscheinend hatte er diese gut in den Griff bekommen, denn er konnte seinen Kasten sauber halten.
Von Anfang an dominierten die Eisbären das Spiel, ließen den Gästen kaum eine Chance zu. Selbst der Ingolstädter Trainer Bob Manno sah dies bereits in der 11. Spielminute ein („Ich wusste, dass wir das Time-out zum Ende des Spiels nicht mehr brauchen“) und nahm noch einmal zur Erinnerung des Panthers-Gameplan („Wir wollten mit einem Unentschieden aus dem ersten Drittel gehen!“) eine Auszeit. Klappte auch, denn die Berliner konnten keinen Puck hinter Dimitri Pätzold unterbringen.
Fast zwanzig Minute nach der Auszeit dauerte die „Ingolstädter Blockade“ noch an, ehe Steve Walker eher unspektakulär am langen Pfosten einen Querpass von Stefan Ustorf in die Maschen umleitete. Etwas mehr als sieben Minuten später erhöhte Neuzugang Jeff Friesen den Spielstand um ein weiteres Tor. Noch in der Pause analysierte er, dass seine Eisbären ihre Spielweise noch einmal steigern müssten. Der einstige NHL-Profi lebte es so seinen Mitspielern vor. Denn schon am ersten Tor hatte er seine Anteile.
Auch im letzten Drittel setzten die Eisbären ihre Präsenz fort, erzielten durch André Rankel den 3:0-Endstand.
Für Eisbären-Trainer Don Jackson ein gelungener Nachmittag: „Wir haben hart gearbeitet. Die Jungs waren richtig stark.“(ovk)
Tore:
30:46 1:0 Walker S. (Ustorf S., Friesen J.), EQ
38:04 2:0 Friesen J. (Ustorf S., Mulock T. J.), EQ
46:01 3:0 Rankel A. (Degon M., Felski S.)
Strafminuten:
Eisbären 6 (2,0,4)
Ingolstadt 14 (4,0,10)
Schiedsrichter:
Stephan Bauer
Zuschauer:
14.100
Berlin, 6.September 2009
Mit 3:0 gegen den ERC Ingolstadt gewannen die Eisbären Berlin ihr erstes Heimspiel in der neuen Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Vor 14100 Zuschauern in der o2 World konnten die Berliner so die Scharte ihrer Auftaktniederlage bei den Kassel Huskies (3:8) auswetzen. Dabei agierte der Titelverteidiger diesmal in der Defensive souverän.
Mit dabei war wieder der Berliner Torhüter Rob Zepp, welcher zuletzt nach einer Rippenprellung noch pausieren musste. Anscheinend hatte er diese gut in den Griff bekommen, denn er konnte seinen Kasten sauber halten.
Von Anfang an dominierten die Eisbären das Spiel, ließen den Gästen kaum eine Chance zu. Selbst der Ingolstädter Trainer Bob Manno sah dies bereits in der 11. Spielminute ein („Ich wusste, dass wir das Time-out zum Ende des Spiels nicht mehr brauchen“) und nahm noch einmal zur Erinnerung des Panthers-Gameplan („Wir wollten mit einem Unentschieden aus dem ersten Drittel gehen!“) eine Auszeit. Klappte auch, denn die Berliner konnten keinen Puck hinter Dimitri Pätzold unterbringen.
Fast zwanzig Minute nach der Auszeit dauerte die „Ingolstädter Blockade“ noch an, ehe Steve Walker eher unspektakulär am langen Pfosten einen Querpass von Stefan Ustorf in die Maschen umleitete. Etwas mehr als sieben Minuten später erhöhte Neuzugang Jeff Friesen den Spielstand um ein weiteres Tor. Noch in der Pause analysierte er, dass seine Eisbären ihre Spielweise noch einmal steigern müssten. Der einstige NHL-Profi lebte es so seinen Mitspielern vor. Denn schon am ersten Tor hatte er seine Anteile.
Auch im letzten Drittel setzten die Eisbären ihre Präsenz fort, erzielten durch André Rankel den 3:0-Endstand.
Für Eisbären-Trainer Don Jackson ein gelungener Nachmittag: „Wir haben hart gearbeitet. Die Jungs waren richtig stark.“(ovk)
Tore:
30:46 1:0 Walker S. (Ustorf S., Friesen J.), EQ
38:04 2:0 Friesen J. (Ustorf S., Mulock T. J.), EQ
46:01 3:0 Rankel A. (Degon M., Felski S.)
Strafminuten:
Eisbären 6 (2,0,4)
Ingolstadt 14 (4,0,10)
Schiedsrichter:
Stephan Bauer
Zuschauer:
14.100
Teamcheck Eisbären Berlin
Erstellt für www.hockeyweb.de
Eine neue Reise beginnt
Berlin, 3.September 2009
Das ist neu 2009/10
Fünf neue Spieler hat der Eisbären-Kader in der kommenden Spielzeit. Einer davon ist aber ein alter Bekannter. Verteidiger Derrick Walser agierte bereits von 2004 bis 2006 in Berlin und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Nach dem überraschenden Abgang von Deron Quint in die KHL war letztendlich der Weg für sein Comeback auf dem Berliner Eis frei. Allerdings hat Walser an seiner Fitness noch hart zu arbeiten. „Derrick ist sehr talentiert. Er soll einer der besten Spieler unseres Teams und der Liga werden.“, sagt Coach Jackson zum „alten Neuen“.
An Marvin Degon waren die Eisbären bereits vor der abgelaufenen Saison interessiert. Nur zögerte der US-Amerikaner für die Eisbären einen Tick zu lange mit der Unterschrift, weil er doch noch mit einem Engagement in der NHL liebäugelte. Als dies nicht klappte, unterschrieb er einen Einjahresvertrag bei den Grizzly Adams Wolfsburg und war somit schon einmal geografisch gesehen in der Nähe der Berliner. Degon ersetzt die Kontingentstelle des zehn Jahre älteren Brandon Smith (36), der von den Eisbären kein neues Angebot mehr bekam. Degon bewies laut Jackson bereits in der abgelaufenen Saison, sowie nach der Vorbereitung, dass er ein kompakter Spieler ist.
Mit Nationalstürmer T.J. Mulock kommt ein Topspieler aus der 2.Bundesliga, der es genauso wie sein Bruder Tyson in der deutschen Eliteklasse versuchen möchte. Ob er die Aufgaben eines Spielers wie Nathan Robinson übernehmen kann, ist allerdings fraglich. Bisher machte er aber einen guten Eindruck. Zeigte Leidenschaft, Bissigkeit und harten Einsatz. Auch Eisbären-Routinier Stefan Ustorf bescheinigte ihm bisher, ein „guter Eishockeyspieler“ zu sein.
Bei der Verpflichtung von Chris Hahn schieden sich die Geister. In der Vorbereitungsphase des Meisters hatte er allerdings einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Schnell und technisch gut beschlagen, geht der mit 1,74 m doch recht kleine Spieler auch dem Körperbetonten Spiel nicht aus dem Weg. Er spielt hart, schnell und klug und ist wohl ein idealer Mann für das Unterzahl-Spiel. Der vor 24 Jahre in Kanada geborene Hahn besitzt aufgrund seiner Vorfahren einen deutschen Pass.
Gebürtige Deutsche ist auch die Mutter von Jeff Friesen, dem fünften Neuzugang der Eisbären. Der 33-Jährige kam auf die Empfehlung von Marco Sturm an die Spree. Zwei Jahre lang hatte der Kanadier nicht der Hartgummischeibe hinterher gejagt und versucht nun in Deutschland wieder auf Kurs zu kommen. Zunächst im Training, sowie in den Testspielen konnte der einstige NHL-Star (fast 1000 Spiele) letztendlich nicht nur Mannschaft und Trainer, sondern auch Manager Peter John Lee überzeugen.
Das muss besser werden
Sucht man bei dem Team, welches zuletzt die Liga dominierte nach Verbesserungen, ist dies ein schweres unterfangen. Aber tatsächlich gibt es einige Punkte, die verbessert werden könnten. Vor allem gegen deutlich schwächere Teams lassen die Berliner öfter den „Bruder Leichtfuss“ agieren. Natürlich sind auch in dem langen Saisonverlauf schwächere Spiele nicht ausgeschlossen, aber gerade bei solchen Begegnungen schien bisher die Motivation nicht immer vollends vorhanden zu sein. Auch in der Abwehr gab es bisher die einen oder anderen Aussetzer. Zwar ist bei den Eisbären der „Angriff die beste Verteidigung“, allerdings erlebt man auch öfter ein „wie gewonnen, so zerronnen“, wenn nach dem umjubelten Tor der plötzliche Gegentreffer fällt.
Das könnte passieren
Die Eisbären gelten erneut als Titelfavorit. Das erreichen der Play-offs ist von daher kein Wunschdenken, sondern auch Anspruch. Anders als in der abgelaufenen Spielzeit müssen sich die Jackson-Schützlinge nur auf die DEL konzentrieren, da die Champions Hockey League (CHL) in dieser Saison pausiert. Andererseits fehlt nun auch die internationale Herausforderung, welche nicht nur Geld in die Kassen des Klubs spülte, sondern vor Allem in der weiteren Entwicklung der meist jungen Spieler sehr förderlich war.
Fazit
Die Eisbären befinden sich auf nahezu demselben Weg wie in den letzten Jahren. Wobei die Mischung immer besser und reifer wird. Allerdings gilt es in der Entwicklung der jungen Spieler nun auch darum, dass diese immer mehr Verantwortung übernehmen müssen um vielleicht schon ab der Saison 2010/11 in die Positionen der Routiniers Steve Walker (36 Jahre alt) oder Stefan Ustorf (35) zu schlüpfen. Ein Umbruch in den nächsten Jahren ist unausweichlich.
Abzuwarten bleibt auch, wie sich der Doping-Ärger um Florian Busch entwickelt. Wird der 24-jährige gebürtige Bayer im weiteren Saisonverlauf für den Spielbetrieb in der DEL gesperrt, so wäre das für die Eisbären, trotz eines tief besetzten Kaders, ein herber Verlust. Spannend könnte es auch werden, falls sich Torhüter Rob Zepp verletzen sollte. Mit Sebastian Albrecht und Markus Keller haben dort die Berliner zwei DEL-Neulinge auf der Back-up-Position. Allerdings hätte Manager Lee wenigstens mit den noch freien Ausländer-Lizenzen etwas mehr Flexibilität. Im Fazit sind die Berliner aber gut gerüstet, um sich der von einigen Gegnern ausgerufenen „Eisbärenjagd“ zu stellen.
Oliver Koch
Eine neue Reise beginnt
Berlin, 3.September 2009
Das ist neu 2009/10
Fünf neue Spieler hat der Eisbären-Kader in der kommenden Spielzeit. Einer davon ist aber ein alter Bekannter. Verteidiger Derrick Walser agierte bereits von 2004 bis 2006 in Berlin und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Nach dem überraschenden Abgang von Deron Quint in die KHL war letztendlich der Weg für sein Comeback auf dem Berliner Eis frei. Allerdings hat Walser an seiner Fitness noch hart zu arbeiten. „Derrick ist sehr talentiert. Er soll einer der besten Spieler unseres Teams und der Liga werden.“, sagt Coach Jackson zum „alten Neuen“.
An Marvin Degon waren die Eisbären bereits vor der abgelaufenen Saison interessiert. Nur zögerte der US-Amerikaner für die Eisbären einen Tick zu lange mit der Unterschrift, weil er doch noch mit einem Engagement in der NHL liebäugelte. Als dies nicht klappte, unterschrieb er einen Einjahresvertrag bei den Grizzly Adams Wolfsburg und war somit schon einmal geografisch gesehen in der Nähe der Berliner. Degon ersetzt die Kontingentstelle des zehn Jahre älteren Brandon Smith (36), der von den Eisbären kein neues Angebot mehr bekam. Degon bewies laut Jackson bereits in der abgelaufenen Saison, sowie nach der Vorbereitung, dass er ein kompakter Spieler ist.
Mit Nationalstürmer T.J. Mulock kommt ein Topspieler aus der 2.Bundesliga, der es genauso wie sein Bruder Tyson in der deutschen Eliteklasse versuchen möchte. Ob er die Aufgaben eines Spielers wie Nathan Robinson übernehmen kann, ist allerdings fraglich. Bisher machte er aber einen guten Eindruck. Zeigte Leidenschaft, Bissigkeit und harten Einsatz. Auch Eisbären-Routinier Stefan Ustorf bescheinigte ihm bisher, ein „guter Eishockeyspieler“ zu sein.
Bei der Verpflichtung von Chris Hahn schieden sich die Geister. In der Vorbereitungsphase des Meisters hatte er allerdings einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Schnell und technisch gut beschlagen, geht der mit 1,74 m doch recht kleine Spieler auch dem Körperbetonten Spiel nicht aus dem Weg. Er spielt hart, schnell und klug und ist wohl ein idealer Mann für das Unterzahl-Spiel. Der vor 24 Jahre in Kanada geborene Hahn besitzt aufgrund seiner Vorfahren einen deutschen Pass.
Gebürtige Deutsche ist auch die Mutter von Jeff Friesen, dem fünften Neuzugang der Eisbären. Der 33-Jährige kam auf die Empfehlung von Marco Sturm an die Spree. Zwei Jahre lang hatte der Kanadier nicht der Hartgummischeibe hinterher gejagt und versucht nun in Deutschland wieder auf Kurs zu kommen. Zunächst im Training, sowie in den Testspielen konnte der einstige NHL-Star (fast 1000 Spiele) letztendlich nicht nur Mannschaft und Trainer, sondern auch Manager Peter John Lee überzeugen.
Das muss besser werden
Sucht man bei dem Team, welches zuletzt die Liga dominierte nach Verbesserungen, ist dies ein schweres unterfangen. Aber tatsächlich gibt es einige Punkte, die verbessert werden könnten. Vor allem gegen deutlich schwächere Teams lassen die Berliner öfter den „Bruder Leichtfuss“ agieren. Natürlich sind auch in dem langen Saisonverlauf schwächere Spiele nicht ausgeschlossen, aber gerade bei solchen Begegnungen schien bisher die Motivation nicht immer vollends vorhanden zu sein. Auch in der Abwehr gab es bisher die einen oder anderen Aussetzer. Zwar ist bei den Eisbären der „Angriff die beste Verteidigung“, allerdings erlebt man auch öfter ein „wie gewonnen, so zerronnen“, wenn nach dem umjubelten Tor der plötzliche Gegentreffer fällt.
Das könnte passieren
Die Eisbären gelten erneut als Titelfavorit. Das erreichen der Play-offs ist von daher kein Wunschdenken, sondern auch Anspruch. Anders als in der abgelaufenen Spielzeit müssen sich die Jackson-Schützlinge nur auf die DEL konzentrieren, da die Champions Hockey League (CHL) in dieser Saison pausiert. Andererseits fehlt nun auch die internationale Herausforderung, welche nicht nur Geld in die Kassen des Klubs spülte, sondern vor Allem in der weiteren Entwicklung der meist jungen Spieler sehr förderlich war.
Fazit
Die Eisbären befinden sich auf nahezu demselben Weg wie in den letzten Jahren. Wobei die Mischung immer besser und reifer wird. Allerdings gilt es in der Entwicklung der jungen Spieler nun auch darum, dass diese immer mehr Verantwortung übernehmen müssen um vielleicht schon ab der Saison 2010/11 in die Positionen der Routiniers Steve Walker (36 Jahre alt) oder Stefan Ustorf (35) zu schlüpfen. Ein Umbruch in den nächsten Jahren ist unausweichlich.
Abzuwarten bleibt auch, wie sich der Doping-Ärger um Florian Busch entwickelt. Wird der 24-jährige gebürtige Bayer im weiteren Saisonverlauf für den Spielbetrieb in der DEL gesperrt, so wäre das für die Eisbären, trotz eines tief besetzten Kaders, ein herber Verlust. Spannend könnte es auch werden, falls sich Torhüter Rob Zepp verletzen sollte. Mit Sebastian Albrecht und Markus Keller haben dort die Berliner zwei DEL-Neulinge auf der Back-up-Position. Allerdings hätte Manager Lee wenigstens mit den noch freien Ausländer-Lizenzen etwas mehr Flexibilität. Im Fazit sind die Berliner aber gut gerüstet, um sich der von einigen Gegnern ausgerufenen „Eisbärenjagd“ zu stellen.
Oliver Koch
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